DIE DIRNDL VS. DIE LEDERHOSEN

 

WIESENGESCHICHTEN 

Wer feiert besser - die Buben oder die Mädels? Hier kommt mein direkter Vergleich!

Nachdem ich vergangenes Wochenende erstmals mit einer 'Girl’s only' Gruppe unterwegs war zwängt sich dieser auch auf. Bisher war ich am Oktoberfest immer mit einer brüllenden Lederhosenbande unterwegs. Die wenigen anwesenden 'Dirndl' (überwiegend Freundinnen & Prospectliste der Jungs) waren deutlich in der Unterzahl und hatten was die ‘Planung’ betraf wenig zu sagen. Die ist schliesslich auch auch hochkomplex. München ist zur Oktoberfestzeit im Ausnahmezustand: Alleine ein Hotelzimmer zu erhalten erfordert connections, geschweige denn der Zutritt ins Zelt. Viele Männer mögen meinen: Mädels können sowas nicht. Der Beitrag der Mädchen beschränkt sich demnach im Wesentlichen darauf die Organisationstalente der Herren möglichst Vorteilhaft auf Social Media zu dokumentieren.

Es herrscht die moderne Rollenverteilung: Männer organisieren die Trips, bezahlen und die Girls posten es auf Social Media.

Ich war nun aber dieses Jahr tatsächlich einmal mit einer Mädels only Truppe unterwegs und... wie war es? 

 

ANFAHRT

Buben: Jeder fährt mit seinen Lederhosen und eventuell der weiblichen Begleitung mit dem eigenen Auto an. Abfahrt am frühen Nachmittag - Ankunft im Hotel 17.00.

Mädel: Kollektiv organisierte Anfahrt im VAN und den Dirndl im Gepäck. Abfahrt 8.30am - Ankunft um Mittagszeit.

 

HOTEL

Buben: Bayrischer Hof

Mädel: Vier Jahreszeiten Kempinski

 

GETTING READY

Buben: Nach der Ankunft um 17.00 hätten wir eigentlich bereits seit 30 Minuten im Zelt sein sollen. Das Zimmer im Hotel war jedoch noch nicht bezugsbereit. Es gab ein ‘improvisiertes Umziehen’ in der Umkleide des Spa Bereichs des Hotels wo ich allen Spa Gästen auf die Nerven ging und 20 Minuten Zeit hatte 'Zeltready' zu werden. Für die Flechtfrisur hat es nicht gereicht, jedoch konnte ich mich irgendwie in das Dirndl schnüren und ein 5 Minuten Make Up montieren - besonders hübsch fühlte ich mich jedoch nicht. 


Mädel: Nach der Ankunft und Check-in (die Zimmer waren um 13.00 bezugbereit) ging es ins 100m entfernte La Biostetique Hair & Beauty Studio welches das komplette Oktoberfest Umstyling anbietet inklusive Feuchtigkeitsmaske, Makeup und Flechtfrisur. Mit dem Rundumtreatment inklusive Pinterest würdigem Traum Wiesen Zopf und angesteckten Wimpern war ich in vollem Wiesn Prinzessinn Mood. Nach der 3 stündigem Umstyling Session inklusive Champagner und Snacks gings dann hoch zur Rooftop Terrasse vom Mandarin Oriental für Sunset Fotos und Champagner Apero um schonmal den minimum Pegel für die nachfolgende Ankunft bei den Wiesn sicherzustellen.

 


ANKUNFT WIESN

Buben: Nach Ankunft per Taxi auf den Wiesn brach vor betreten des Gelände bereits einmal Streit zwischen einem (noch nüchternen) Lederhosen Crew Mitglied und einem sturzbetrunkenen Wiesnbesucher der den Heimweg antrat aus. Auf dem Weg zum Käferzelt wurden dann noch einige Dirndlaquisitionsversuche unternommen um die Quote in der Gruppe etwas auszugleichen.

Mädel: Nach Ankunft per Taxi gab es zwar kein Streit mit anderen Besuchern, dafür gingen 10 Minuten bei der Handtaschenkontrolle durch das anwesende Sicherheitspersonal drauf. Im Anschluss noch einmal 15 Minuten um vor dem Zelt, den Ständen und den Karussels ‘Instagram Fotos zu machen.’ Die Gruppe “Squad Pics” sowie auch die einzelnen Wiesn Outfits wollten ins richtige Licht gerückt werden. Eine gewisse Nervosität machte sich breit welche sich erst legte, als jede von uns ‘ihre’ richtigen Bilder auf dem Display der Kamera erblickt hatte.

 

 

DAS ZELT

Buben: Geplant war Käferzelt. Seit der Wiesnbesuch geplant war wurde viel vom Zelt und den guten Beziehungen dort erzählt. Vor Ort ging dann der Telefonmarathon los. Diverse ‘connections’ wurden angerufen, es wurde gewartet, niemand kam raus. Die Dirndl klagten - der Türsteher blieb unbeeindruckt. Schliesslich endete die ganze Crew draussen beim Käferzelt an der Vodka Bar wo für den leeren Magen ein paar Shots getrunken wurden. Die Mädels froren, die Herren fühlten sich blamiert, waren dementsprechend in gereizter Laune und improvisierten fleissig an einem Plan B. Nächste Destination das Marstall Zelt. Dort ging der Telefonmarathon wieder von vorne los, einer kam raus, und unsere Crew durch eine der Hintertüren rein. Es ging hoch in die obere Etage zur Champagnerbar. Die Mädels waren happy, die Jungs auch. Es wurden Aperoplatten gereicht und getrunken. Der Pegel stieg rasch und bald war einer der Herren so gut drauf dass er vergass dass wir hier am Oktoberfest waren und nicht in St.Tropez. Er bestellte eine Flasche Champagner mit dem Vorhaben die anwesenden Gäste damit zu besprühen, was ihm auch fast gelang. Der Rauswurf aus dem Zelt konnte knapp verhindert werden.


Mädel: Nach der Fotosession verteilte unsere Kollegin welche den Tisch organisiert hatte im Schützenzelt jedem von uns ein Ticket mit genauer Instruktion sowie Karte auf der Rückseite wo sich der Tisch befindet. Der Einlass wurde mit diesem Ticket sofort gewährt und die Gruppe wurde an den Tisch geführt. Die Sitzordnung wurde überdacht bestummen, die Vorspeisenplatte mit Obazda, Brezen, Aufschnitt und Essiggemüse wartete bereits auf dem Tisch. Wir bestellten Bier und Hendl, Champagner & Mirabellenschnapps, die vegane Kollegin bestellte Maultaschen (ja es gibt im Schützenzelt auf dem Oktoberfest vegan deklarierte Gerichte). Wir blieben 4 Stunden dort, machten mehr Fotos und Selfies und tanzten auf dem Tisch. Ich trank ganz viel Mirabellenschnaps, mir wurde von einem fremden Paar ein 3er angeboten und um 22.00 Uhr verliessen wir dann alle betrunken das Zelt und gingen direkt zurück ins Hotel.

 

Als ich am nächsten Tag aufwachte hatte ich mein BH noch an und als ich ihn öffnete fielen Papierstückchen mit Telefonnummern raus. Ich kuckte auf mein Telefon und fand ca. 50 Nachrichten im unserem Oktoberfest Gruppenchat mit Bildern und Fragen wer wann zum Hotelfrühstück kommen würde. Ich schaffte es noch mit der letzten Runde eine halbe Stunde vor Frühstücksschluss unten anzukommen für Kaffee, frische Beeren und ganz viel Gossip :)

Danach gehts zum entspannten Sunday Brunch wieder ins Mandarin Oriental Hotel wo wir vom La Biosthetique Beauty Team mit einem lockeren Day Look gestylt werden: Man muss beim Brunch und auf der Heimfahrt schliesslich gut aussehen. Ich bin noch so in Wiesn Stimmung, dass ich meine knallroten Lederhosen anziehe, und meine Freundinn Andrea Monica Hug welche auf dem Trip auch mit dabei war machte vor dem Hotel noch einige Streetstyle Bilder. 

 

 FAZIT: Dirndl vs. Lederhosel - who did it better? Das Urteil überlasse ich euch :)  

Danke an die ganze Mädelssquad die dabei waren, an das Team von La Biosthetique fürs hübschmachen, an AYM Media für die Organisation und last but not least an Andrea Monica Hug für die schönsten Oktoberfestphotis ever <3

 

 

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