Das wohl oberste Gebot beim Influencer Marketing (oder ‘Social Marketing’ wie ich es lieber nenne) ist simpel: Echtheit. Brands sowie Communities wünschen sich auf Social Media authentischen Content und Ehrlichkeit. Grosse Beträge dafür bezahlen, dass Personen auf Social Media ein Produkt plump in die Kamera halten ist daher wohl auf allen Seiten verpönt. Oft werde ich gefragt wie eine ‘Influencer Kooperation’ denn so ablaufen würde. Hier deshalb ein positiv Beispiel – eine Kooperation mit EAT.CH

Trotzdem gibt es bei Social Marketing Kampagnen immer noch erhebliche Qualitätsunterschiede, wie die einzelenen Kampagnen umgesetzt werden. Die meisten Brands setzen im Moment immer noch darauf, für ein neu lanciertes Produkt, ein ‘Influencer Marketing’ Konzept / Briefing zu entwerfen, wie sie das Produkt auf Social Media inszeniert haben möchten. Für dieses scouten und rekrutieren sie dann eine X beliebige Anzahl ‘zum Produkt passender’ Influencer  – die dann alle zusammen analog / mit dem selben Briefing eine Kampagne umsetzen. Dies führt dann, trotz guter Arbeit und Kreativität seitens der Influencer dazu, dass eine relativ repetitive und daher auch eher unglaubwürdige Kampagne dabei herauskommt. Dieselben Tags, dieselbe Core Message, dieselbe Bildsprache / Details – weil es eben alles demselben Briefing entstammt. Solche Kampagnen versuche ich, selbst wenn ich das Produkt extrem toll finde, wo immer möglich zu vermeiden, weil die Art und Weise der Kommunikation mir persönlich einfach zu flach ist.

Wer die entsprechenden Kampaign Hashtags kennt und die Kampagne somit auf Social Media gezielt nachschlagen kann, der hat dafür etwas zu lachen – Paradebeispiel #CoralCares #SwatchXme (ja da habe ich auch mitgemacht) uvw.

Fast tägliche Interviewanfragen zum Thema Influencer Marketing sowie meinen Erfahrungen dazu – haben mich dazu bewegt, künftig mehr über das Thema zu sprechen. Eine der am häufigsten gestellten Fragen ist, wie denn so eine typische Kooperation abläuft. Was ich oben beschrieben habe, und was derzeit als ‘typisch’ gilt, ist zum Glück nicht immer so. Ich habe das Gefühl je länger je mehr erkennen auch die Brands/Kunden was eine inhaltsvolle Social Marketing Kampagne ausmacht, und dass es mehr sein sollte, als nur ein personenumgesetzter Werbepost anhand eines Kampagnenbriefings.

Ein solches ‘positiv’ Beispiel möchte ich heute gerne highlighten -> als ‘Collab Inspo’ sozusagen. Letzte Woche durfte ich ihm Rahmen der Food Zürich mit dem Foodlieferdienst EAT.CH und anderen Food Bloggern & Influencern eine online Kampagne umsetzen, die in einer Art und Weise aufgezogen wurde, wie ich es für vorbildlich halte. Zusammen mit den anderen Influencern wurde ein Workshop organisiert, für geladene Gäste und Presse, bei dem wir Produkte aus dem Sortiment von EAT.CH (Essen von Stripped Pizza und Beetnut) Instagram tauglich umstylen durften. Der ganze Workshop war interaktiv, zugänglich und die Gäste waren live mit dabei, durften Fragen stellen, und uns dabei zusehen wie wir bei unserer Post Creation vorgehen.

Der Workshop war für mich, und hoffentlich auch für die anderen Influencer spannend, weil ich mal sehen konnte, wie meine Kolleginnen arbeiten und wie sie ihre Posts inszenieren und umsetzen. Der ganze Workshop war eine Gelegenheit zum Austausch untereinander auch mit den Gästen sowie der Presse. Die Resultate wurden natürlich fotografiert, und der ganze Event auch in einem keinen Movie für Social Media festgehalten. Bildmaterial sowie Video wurde uns danach zugesendet, sodass wir das Erlebnis (neben den Live Stories) auch mit unserer Community online (und wie hier im Blogpost) sharen konnten. Bezahlt wurden wir für die Anwesenheit, Vorbereitung und Durchführung des Workshops und nicht dafür, dass wir ein Selfie mit einer Lieferpizza auf Insta gepostet und #Eat.CH #bestelledeinEssenOnline getaggd haben. Der Workshop ist für mich das perfekte Beispiel einer authentischen, gut umgesetzten Influencer Kampagne. Die Kampagne wurde durchgeführt von der in der Schweiz führenden Agentur Kingfluencers, die sich auf Influencer Marketing spezialisiert hat. Das Team von Eat.CH sowie Kingfluencers waren vor Ort um uns live beim Workshop zu Supporten. Die Jungs von Blackframe Studios waren zuständig für das tolle Video welches hier verlinkt ist.

Damit die Foodstyling Tipps auch in diesem Blogpost nicht zu kurz kommen – hier meine TOP 5:

1.    Die Zutaten die im Rezept vorkommen sollen als natürliche, frische Zutaten den Post umrahmen. Bsp. eine Tomate Basilikum Pasta darf mit frischen Cherrytomaten am Zweig und frischem Basilikum geschmückt werden.

2.    Top it Up – der Instagram Post darf ein wenig ‘larger than life’ sein. Daher ruhig ein wenig extra Toppings verwenden damit das Food Bild ultra gut auf dem ‘Gram’ ankommt.

3.    Hintergrund: Ein rustikaler, authentischer Hintergrund verändert die Bildsprache eines Posts massiv. Ich sammle bevorzugt Metallplatten und Holzstücke von Baustellen und male sie danach jeweils zuhause weiss oder grau an. Aber hier kann jeder kreativ sein. Auch ein Steinboden (zb. auf dem Balkon) kann toll wirken.

4.    Licht!!! Sehr wichtig. Am besten ist natürliches Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung, damit es keine Schatten wirft. Wer bei Tag und bei indirektem Tageslicht fotografiert der bekommt auch mit dem Smartphone super Bilder. Wenn kein Tageslicht vorhanden ist funktioniert ein helles LED portables Ringlicht – oder wenn man zuhause ist, ein kleines Setup mit einer LED Lichtplatte und einem weissen Styropor als improvisiertem Reflektor. Wer gerade im Restaurant sitzt und ganz ohne Hilfsmittel trotzdem ein ansehnliches Instagram Bild produzieren möchte, der kann vom Gegenüber schnell die ‘Taschenlampe’ des Smartphones zweckentfremden und als LED Lichtquelle benutzen.

5.    Bearbeitung: Meine Lieblingsapps zum Bilder bearbeiten sind Photoshop Express und Quickshot. Die Farben etwas intensivieren, Helligkeit erhöhen und der Weissabgleich (damits kein Gelbstich hat) kann mit diesen Apps ganz leicht direkt auf dem Smartphone gemacht werden. Was ihr bei diesen Apps unbedingt vermeiden solltet, ist die ‘Klarheit’ Einstellung. Wer die Klarheit erhöht, der vermasselt sein Food Pic -> My Opinion! Aber probiert selber – schlussendlich muss es euch und eurer online Family gefallen!

L​​

Hat euch dieser Post gefallen? Schreibt mir doch wenn ihr noch mehr ähnliche Beiträge von mir lesen wollt (entweder über Influencer Marketing, Collabs oder Foodstyling). Ich freue mich immer über euer Feedback und wünsche euch viel Spass beim Fötele vom nächsten FoodPic!

C U Soon <3 

photo credit: Christian Dancker | saltyimages.ch

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